Neuigkeiten bei BRATEK und in der Immobilienwelt

29Juni

Bundestag verabschiedet Berufszulassungsregelung für Immobilienverwalter und Fortbildungsverpflichtung für Immobilienmakler und -verwalter

Bisher mussten Immobilienverwalter ihr Gewerbe lediglich anmelden. Nach einem in der vergangenen Nacht vom Bundestag verabschiedeten Gesetz müssen Immobilienverwalter (WEG- und Miet-Verwalter) eine Erlaubnis beantragen, die nur erteilt wird, wenn der Gewerbetreibende zuverlässig ist, in geordneten Vermögensverhältnissen lebt und eine Berufshaftpflichtversicherung nachweist. Ein Sachkundenachweis muss entgegen der bisherigen Pläne nicht erbracht werden. Allerdings sind Immobilienverwalter verpflichtet, sich regelmäßig fortzubilden. Die Fortbildungsverpflichtung (20 Stunden in drei Jahren) soll dabei nicht nur für Verwalter, sondern auch für Immobilienmakler gelten. Welche Fortbildungen anerkannt werden, wird in einer Rechtsverordnung geregelt. Eine Versicherungspflicht und ein Sachkundenachweis sind für Makler nicht vorgesehen. Das Gesetz tritt voraussichtlich am 1. Mai 2018 in Kraft.

Der Immobilienverband IVD sieht das Gesetz zur Berufszulassungsregelung als nur einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Inhaltlich wolle der IVD bedeutend mehr. Die Fortbildungsverpflichtung habe den Vorteil, dass sie regelmäßig erbracht werden und nicht nur mit einer einmaligen Prüfung absolviert werden müsse.

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27Juni

Warum die Einführung eines Bestellerprinzips für den Kauf von Immobilien ein Irrweg wäre

- Kaufpreise erhöhen sich - Provision wird eingerechnet
- Kaufinteressent erhält keine Beratung mehr
- Grunderwerbsteuer-Spirale dreht sich weiter nach oben

Berlin, 26.06.2017 – "Die SPD will die Erwerbsnebenkosten beim Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses senken. Das ist grundsätzlich zu begrüßen. Ein Irrweg ist aber zu glauben, dass ein Bestellerprinzip bei Kaufimmobilien der entscheidende Hebel dafür ist." Mit Unverständnis reagiert der Präsident des Immobilienverbandes IVD, Jürgen Michael Schick, auf die entsprechende Passage in dem gestern von der SPD beschlossenen Wahlprogramm. Die Sozialdemokraten wollen das Prinzip "Wer bestellt bezahlt" auch für Maklerkosten beim Kauf von Wohneigentum einführen. Danach würde der Verkäufer grundsätzlich die Kosten zu tragen haben.

 "Der IVD ist gegen ein Bestellerprinzip beim Kauf per Gesetz. Wir erwarten, dass die SPD dieses Vorhaben streicht, denn es ist abwegig und spiegelt in keiner Weise die Realität wider. Offenbar geleitet von der Fehlvorstellung, dass die Situation bei Kaufimmobilien ähnlich sei wie bei der Vermietung, hat die SPD diesen falschen Weg eingeschlagen", so Schick. Anhand folgender Punkte skizziert der IVD die Folgen für den Verbraucher und den Markt.

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26Juni

Vertrauen Sie diesem Vermieter?

Wohnungen in bester Lage zu traumhaft niedrigen Mieten: Wer Ihnen ein solches Schnäppchen anbietet, will Sie womöglich übers Ohr hauen. So erkennen Sie Betrüger auf dem Wohnungsmarkt.

Viele Wohnungssuchende kennen die Situation: Auf einem Online-Portal haben sie ein gutes Angebot entdeckt und sich beworben, prompt erhalten Sie eine positive Antwort. Der Vermieter klingt seriös und stellt sich zum Beispiel als Dr. Arnoldo Eichmann vor. Er sei Arzt und habe länger in Deutschland gelebt, betreibe nun aber eine Klinik im Ausland und suche einen Mieter für seine Wohnung.

Was im Einzelfall noch recht schlüssig klingt, kam im Experiment zur Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt auffällig häufig vor. Dabei hatte ein Team aus Datenjournalisten von SPIEGEL und Bayerischem Rundfunk rund 20.000 Anfragen an Wohnungsanbieter gestellt und tausende Rückmeldungen ausgewertet. Allein 142 davon stammten von Dr. Arnoldo Eichmann, allesamt nahezu wortgleich, aber zu unterschiedlichen Annoncen gehörend.

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22Juni

So überzeugen Sie Makler und Vermieter

Wer eine Wohnung sucht, hat oft viel Konkurrenz. In begehrten Lagen können Vermieter unter hunderten Bewerbern auswählen. Aber mit ein paar Tricks können Sie Ihre Chancen verbessern.

1. Schreiben Sie eine E-Mail

Sind in einer Anzeige sowohl Telefonnummer als auch E-Mail-Adresse angegeben, sollten Sie besser mailen, empfiehlt Martin Steinbeiß vom Münchner Maklerbüro Aigner Immobilien. "Da ich den ganzen Tag in Terminen bin, habe ich ständig verpasste Anrufe von Interessenten. Da sind E-Mails effektiver."

2. Erzählen Sie von sich

Für Vermieter und Makler ist die finanzielle Situation des potenziellen Mieters wichtig. Sie können daher schon in der ersten E-Mail deutlich machen, dass Sie ein geregeltes Einkommen haben. Verlieren Sie außerdem ein paar Sätze über sich, Ihre Wohnsituation oder den Umzugsgrund, empfiehlt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund. Achten Sie auch darauf, dass alle Kontaktdaten leicht zu finden sind.

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21Juni

Hanna kriegt die Wohnung - Ismail nicht

Es sind identische Bewerbungen auf Wohnungsanzeigen - einziger Unterschied: Mal klingt der Name deutsch, mal nicht. Eine Datenrecherche von BR und "Spiegel" zeigt: Mit ausländischem Namen hat man schlechte Karten bei Vermietern.

Sie heißen Ismail Hamed, Aylin Demirci oder Mikolaj Janowski. Ihre Gemeinsamkeit: Sie werden bei Wohnungsbesichtigungen regelmäßig diskriminiert - und das aufgrund ihres Namens.

Besonders stark betroffen von dieser Art der Diskriminierung sind Bewerber mit türkischem oder arabischem Migrationshintergrund. Sie werden in jedem vierten Fall, in dem ein deutscher Interessent zu einer Besichtigung eingeladen wird, übergangen.

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20Juni

Amtsgericht München erklärt Mietpreisbremse für unwirksam

Fast zwei Jahre ist es her, dass die Mietpreisbremse in Bayern in Kraft getreten ist. Erleichterungen für Mieter hat die Regelung seither nicht wirklich gebracht - zu viele Ausnahmen birgt das Gesetz, zu viele Schlupflöcher für Vermieter. Wer in München eine Wohnung gefunden hat, ist zudem in der Regel meist nur froh und will sich nicht gleich mit dem Vermieter anlegen.

Zwei Mieter aus der Maxvorstadt haben es trotzdem getan und sind vors Amtsgericht gezogen. Der zuständige Richter Christian Stadt hat ihre Klage nun teilweise abgewiesen - mit der Begründung, dass der Freistaat bei der Umsetzung des Gesetzes Fehler gemacht habe. Die Mietpreisbremse sei in München nichtig.

Die Kläger wohnen seit Juni 2016 in einer 100-Quadratmeter-Wohnung in der Erzgießereistraße und bezahlen 20 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter. Laut Mietspiegel liegt die ortsübliche Vergleichsmiete jedoch nur bei 13,78 Euro. Und laut Mietpreisbremse darf die Miete höchstens zehn Prozent darüber liegen. Der Vermieter dürfe also statt 2000 Euro nur 1516 Euro verlangen, argumentierten die Kläger und forderten unter anderem Auskunft über die Höhe der Vormiete ein - denn davon hängt ab, ob die Bremse greift.

Die Mietpreisbremse ist Bundesgesetz, ihre Umsetzung allerdings Ländersache. Für die Dauer von fünf Jahren können die Landesregierungen Gebiete mit angespannten Wohnungsmärkten bestimmen. Das Gesetz sieht eine Begründung vor, warum der Wohnungsmarkt dort jeweils besonders angespannt ist: "Aus der Begründung muss sich ergeben, aufgrund welcher Tatsachen ein Gebiet mit einem angespannten Wohnungsmarkt im Einzelfall vorliegt."

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07Juni

Fake-News gibt es auch bei Immobilien

Hinter manchen Wohnungsangeboten verbirgt sich statt einer Traumwohnung bloße Abzocke. Die angepriesenen günstigen Wohnungen existieren in Wahrheit gar nicht oder befinden sich in anderen Städten.

Die Suche nach den eigenen vier Wänden wird häufig zur Belastungsprobe. Steigende Immobilienpreise und der städtische Wohnraummangel führen nicht selten zur Verzweiflung. Um Maklerkosten zu sparen, suchen viele Menschen selbstständig nach Immobilien im Internet. „Immobilienportale bieten Interessierten einen schnellen und einfachen Überblick über die vorhandenen Häuser und Wohnungen. Leider treiben hier auch schwarze Schafe ihr Unwesen und hinter vielversprechenden Angeboten verbirgt sich statt einer Traumwohnung bloße Abzocke", erklärt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.de.

Ein Beispiel: In Berlin wurden mehrfach Anzeigen geschaltet, in denen Zwei-Zimmer-Wohnungen für lediglich 500 Euro Miete angeboten wurden - in begehrten Wohnlagen können solche Wohnungen jedoch spielend das doppelte kosten. Die Bilder dazu zeigten schicke Altbauwohnungen, die man angeblich für geringe Reservierungskosten oder die Überweisung der Kaution sofort mieten konnte. Wollten die Interessenten dann die Wohnung besichtigen oder einen Termin für die Schlüsselübergabe machen, fiel der Betrug auf. Die angeblich günstigen Wohnungen existieren in Wahrheit gar nicht oder befinden sich in anderen Städten und die schicken Fotos stammen häufig aus gehobenen Pariser Appartements. Aber nicht immer sind die meist sehr professionell gestalteten Anzeigen auf den ersten Blick als Fälschung zu identifizieren.

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06Juni

Die Wohnungsvermietung erfordert Zeit und umfassendes Fachwissen

Knapp ein Jahr ist es her, dass der Gesetzgeber im Rahmen der Mietrechtsreform das Bestellerprinzip eingeführt hat, das die Spielregeln im Maklergeschäft grundlegend verändert hat. Denn der mit der Immobilienvermittlung beauftragte Makler darf potenziellen Mietern keine Vermittlungsprovision in Rechnung stellen, sondern muss den Vermieter selbst zur Kasse bitten.

Das Ergebnis: Einige Haus- und Wohnungseigentümer traten von der Zusammenarbeit mit dem Makler zurück und versuchten, die Vermittlung selbst in die Hand zu nehmen, um Kosten zu sparen. „Doch die meisten haben schnell gemerkt, dass mit der Wohnungsvermittlung und –vermietung zahlreiche Aufgaben verbunden sind, die erheblich Zeit in Anspruch nehmen, umfassendes Fachwissen verlangen und zusätzlich Geld kosten können“, weiß Maria del Carmen Weber, Vorstandsmitglied beim Immobilienverband Deutschland (IVD) Region Nord. Daher zahle sich die professionelle Begleitung im Vermietungsprozess gleich in mehrfacher Hinsicht aus.

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24Mai

Mietpreisbremse greift nicht

Eine finanzielle Entlastung der Mieterhaushalte in Deutschland rückt erneut in weite Ferne. Die rot-schwarze Bundesregierung hat ihre Pläne für eine weitere Reform des Mietrechts offiziell begraben.

Die rot-schwarze Bundesregierung hat ihre Pläne für eine weitere Reform des Mietrechts offiziell begraben. „Das Gesetzgebungsverfahren kann in dieser Legislaturperiode nicht zum Abschluss gebracht werden“, heißt es in einer Antwort des Justiz- und Verbraucherschutzministeriums auf eine kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion.

Damit rückt eine finanzielle Entlastung der Mieterhaushalte in Deutschland erneut in weite Ferne. Justizminister Heiko Maas (SPD) hatte vor mehr als einem Jahr den anderen Ressorts einen Vorschlag für eine zweite Mietrechtsnovelle zugeleitet. Unter anderem sollte es dabei um verbraucherfreundliche Änderungen am Mietspiegel und bei der Modernisierungsumlage gehen.

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23Mai

Geldwäsche: Politik lockert Vorgaben für Makler

Künftig dürfen Makler die Identität eines potenziellen Käufers deutlich später prüfen als bisher. Die Prüfung, die Geldwäsche verhindern soll, wird erst erforderlich, wenn der Kunde ernsthaft am Erwerb des Objekts interessiert ist.

Bisher ist die Kontrolle bereits bei Abschluss des Maklervertrags und damit meistens vor der Besichtigung Pflicht. Die Verschiebung nach hinten gehört zu den am Mittwoch im Bundestag-Finanzausschuss verabschiedeten Änderungen des Geldwäschegesetzes.

Der IVD interpretiert die Regelung so: Ernsthaftes Kaufinteresse bestehe spätestens mit Erhalt eines Kaufvertragsentwurfs. Außerdem könnten Reservierungsvereinbarung, Überweisung einer Reservierungsgebühr an den Makler oder Abschluss eines Vorvertrags als ernsthaftes Interesse gewertet werden.

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22Mai

Mieterhöhung nach Modernisierung: Worauf Vermieter achten sollten

Vermieter, die ihre Wohnung modernisieren, können einen Teil der Kosten auf den Mieter umlegen – insgesamt bis zu elf Prozent. Doch bei einer solchen Mieterhöhung nach Modernisierung müssen sich Vermieter an bestimmte Regeln halten.

Wann eine Mieterhöhung nach Modernisierung zulässig ist:

Nicht jede Veränderung der Mietwohnung zählt vor dem Gesetz auch als Modernisierung. Nach Reparaturen oder Instandhaltungsmaßnahmen können Vermieter die Miete nicht erhöhen. Als Modernisierungsmaßnahmen, die eine Mieterhöhung rechtfertigen, gelten:

- Maßnahmen, die Primär- oder Endenergie sparen, beispielsweise der Einbau von Solaranlagen oder eine bessere Dämmung.

- Maßnahmen, die Wasser sparen – etwa der Einbau von Wasserzählern.

- Maßnahmen, die die Wohnqualität oder den Gebrauchswert der Wohnung erhöhen – beispielsweise der Anbau eines Balkons oder eine   Renovierung, die für verbesserten Schallschutz sorgt.

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18Mai

Enteignung und Zwangsvermietung: Das blüht Vermietern bei vorsätzlichem Leerstand Hamburg legt Vermieter Daumenschrauben an

Vorübergehende Enteignung, kostenpflichtige Sanierung und Zwangsvermietung – diese Maßnahmen ergriffen nun die Hamburger Behörden bei einem Vermieter, der sich jahrelang weigerte, seine Wohnungen zu vermieten.

Wohnungseigentümer, die sich dauerhaft weigern, ihre leerstehende Wohnung zu vermieten, handeln sich richtig Ärger ein. Das musste vor Kurzem ein Vermieter in Hamburg erfahren. Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, ließ der Vermieter trotz Ermahnungen des zuständigen Bezirksamtes und der verhängten Zwangsgelder in Höhe von 18.000 Euro über fünf Jahre seine sechs Wohnungen im Hamburger Stadtteil Hamburg-Mitte leerstehen. Dann reichte es dem Bezirksamt und es machte Nägel mit Köpfen: Es entzog dem Vermieter vorübergehend seine Wohnungen und übergab diese im März an einen Treuhänder. Der Wohnraum in begehrter Wohnlage wird dem Bericht zufolge jetzt saniert und nach Abschluss der Arbeiten zwangsweise vermietet. Sobald die Sanierungsmaßnahmen in den Wohnungen auf Kosten des Eigentümers abgeschlossen und neue Mieter eingezogen sind, darf der Eigentümer wieder über diese verfügen.

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