Neuigkeiten bei BRATEK und in der Immobilienwelt

17Januar

Neuer Betriebskostenspiegel für Deutschland

Mieter müssen in Deutschland im Durchschnitt 2,17 Euro/qm/Monat für Betriebskosten zahlen. Rechnet man alle denkbaren Betriebskostenarten mit den jeweiligen Einzelbeträgen zusammen, kann die sogenannte zweite Miete bis zu 2,76 Euro/qm/Monat betragen. Das sind die Ergebnisse aus dem aktuellen Betriebskostenspiegel, den der Deutsche Mieterbund jetzt auf Grundlage der Abrechnungsdaten des Jahres 2015 vorlegt. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung müssten bei Anfallen aller Betriebskostenarten 2.649,60 Euro für das Abrechnungsjahr 2015 aufgebracht werden.

Während in den westlichen Bundesländern im Durchschnitt 2,18 Euro/qm/Monat gezahlt wurden, waren es in den östlichen Bundesländern 2,10 Euro. Die Kosten für Heizung und Warmwasser lagen hier rund 8 Prozent niedriger, die Kosten für die Wasserversorgung einschließlich Abwasser lagen etwa 15 % über den Durchschnittswerten im Westen. Die kommunalen Gebühren, also Grundsteuer, Straßenreinigung, Müllbeseitigung waren in den westlichen Bundesländern teurer, genauso wie die Kosten für Versicherungen oder für Dienstleistungen wie Gebäudereinigung, Gartenpflege oder Hausmeister.

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15Januar

GroKo-Sondierung: Mietpreisbremse wird überprüft

Union und SPD haben sich zum Abschluss ihrer Sondierung für eine Große Koalition auf ein 28-seitiges Papier geeinigt. Wesentliche Punkte beim Wohnen: Die Mietpreisbremse wird ab 2020 überprüft, die EnEV 2016 wird nicht verschärft, die Modernisierungsumlage gesenkt. Es gibt steuerliche Anreize für den Wohnungsbau und für Wohnbauland von Landwirten.

Einig sind sich CDU/CSU und die Sozialdemokraten, dass in der Legislaturperiode mindestens "1,5 Mio. zusätzliche Wohnungen (frei finanziert und öffentlich gefördert) gebaut werden" müssen. Zu diesem Zweck sollen Initiativen ergriffen werden, um Bauland zu mobilisieren, finanzielle Anreize auch für den frei finanzierten Neubau zu setzen und das Bilden von Eigentum zu befördern.

Laut dem Sondierungspapier sind steuerliche Anreize für Landwirte vorgesehen, damit diese Flächen für den Wohnungsbau frei geben. Die GroKo will den Kommunen nach verfassungsrechtlicher Prüfung die Möglichkeit geben, das Mobilisieren von Bauland durch steuerliche Maßnahmen zu verbessern. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) soll Grundstücke zu vergünstigten Konditionen abgeben.

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10Januar

Hausbesitzer befürchten Mietenexplosion

Alle Gemeinden haben hierzulande das Recht, auf Immobilien und Grundstücke eine Grundsteuer zu erheben. Und alle tun es auch. Vermieter können die Last auf ihre Mieter abwälzen. Nun droht eine Reform der Steuer - mit eventuell teuren Folgen für Nicht-Eigentümer.

Der Eigentümerverband Haus & Grund hat vor erheblichen Belastungen für Hausbesitzer und Mieter durch eine Grundsteuerreform gewarnt. Nach Verbandsberechnungen könnten Grundsteuern, die auf die Miete abgewälzt werden können, um das 30-fache steigen, berichtete das Magazin "Focus" in einer Vorabmeldung.

Der Präsident von Haus & Grund, Kai Warnecke, forderte angesichts der Berechnungen in dem Magazin, die neue Bundesregierung müsse "die Pläne der Länder stoppen". Der Staat dürfe "die Kosten des Wohnens nicht weiter in die Höhe treiben".

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08Januar

Warum die Inflation trotz Mietpreisboom so niedrig ist

Die Inflation ist schon lange nicht mehr das Schreckgespenst, das sie einst war. In den vergangenen zehn Jahren, seit Ausbruch der Finanzkrise, hat der böse Geist von einst seinen Schrecken für die Deutschen verloren. Das Niveau der Verbraucherpreise ist so niedrig, dass die Europäische Zentralbank (EZB) nichts unversucht lässt, die Teuerung anzutreiben - vergebens. Aber halt! Erleben wir nicht seit vielen Jahren einen Mietpreisboom in Deutschland? Haben sich in den Großstädten der Republik die Mieten seit 2007 nicht teilweise verdoppelt? Und müssten sich die irren Preissprünge bei Immobilien nicht längst auch in einem Anstieg der allgemeinen Inflationsrate niederschlagen?

2016 wurden die Mieten in deutschen Städten um 4,75 Prozent erhöht
Berechnungen der Bundesbank zufolge, die auf Angaben der Bulwiengesa AG basieren, stiegen die Preise für Wohneigentum in deutschen Städten im vergangenen Jahr um acht Prozent, nachdem sie sich zwischen den Jahren 2010 und 2015 schon um durchschnittlich 6,75 Prozent erhöht hatten. In den sieben größten deutschen Städten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart) stiegen die Preise noch deutlich stärker. "Die Teuerungsrate bei vermieteten Wohnungen nahm in den Städten ebenfalls spürbar zu", schreiben die Bundesbankökonomen. Bei Neu- und Wiedervermietungen gab es im Jahr 2016 kräftige Mieterhöhungen um durchschnittlich 4,75 Prozent. In diesem Tempo könnte es 2017 weitergegangen sein. Doch die Inflationsrate zeigt sich unbeeindruckt.

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21Dezember

Mietpreisbremse geht vors Bundesverfassungsgericht

Die Mietpreisbremse wird zum Fall für das Bundesverfassungsgericht. Berliner Richter halten die Bremse nach wie vor für verfassungswidrig und machen wahr, was sich im September bereits andeutete: ab nach Karlsruhe damit.

Schon im Herbst machten die Richter der 67. Zivilkammer des Landgerichts Berlin keinen Hehl aus ihrer Einschätzung: Die Mietpreisbremse (§ 556d BGB) verstößt gegen die im Grundgesetz verankerte Norm der Gleichbehandlung (Art. 3 Abs. 1 GG). Anders als damals macht die Kammer diesmal ernst und schaltet das höchste deutsche Gericht ein. Der Beschluss datiert vom 7. Dezember (Az. 67 S 218/17). Allein das Bundesverfassungsgericht habe „die Kompetenz, eine gesetzliche Regelung für verfassungswidrig zu erklären“, teilen die Berliner mit.

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19Dezember

Verkehrte Welt auf dem Wohnungsmarkt

In Deutschland fehlen immer noch Hunderttausende Wohnungen. Doch Bauträger treten auf die Bremse und lassen sich weniger statt mehr Bauprojekte genehmigen. Die Schuldigen für diesen Trend sind schnell ausgemacht.

Deutschlands Immobilienmarkt boomt: Die Nachfrage von Mietern und Käufern nach Wohnungen oder einem Eigenheim ist nach wie vor höher als das Angebot; Mieten und Preise steigen. Dennoch nimmt offenbar die Lust zu bauen bei Unternehmen und privaten Bauherren ab. Das zumindest legen die aktuellen Daten zur Zahl der Wohnungsbaugenehmigungen nahe.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte, wurden von Januar bis Oktober 2017 in Deutschland 7,3 Prozent oder 22.400 Wohnungen weniger genehmigt als in den ersten zehn Monaten des Vorjahrs. Damit zeichnet sich bereits jetzt ab, dass es 2017 zum ersten Mal seit 2008 wieder einen Rückgang bei der Zahl der genehmigten Wohnungen geben wird.

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08Dezember

Zwei Mieter machen aus Versehen die Mietpreisbremse kaputt

Paukenschlag für Mieter in Bayern: Das Landgericht München I hat die Mietpreisbremsenverordnung in dem Bundesland für unwirksam erklärt. In einem am Mittwoch verkündeten Urteil begründeten die Richter ihre Entscheidung mit einem Formfehler. Die Landesregierung in München habe es versäumt, exakt jene Gemeinden zu bestimmen, in denen aus ihrer Sicht ein angespannter Wohnungsmarkt herrscht und deshalb die Mieten gebremst werden müssen.

Außerdem hätte detaillierter erklärt werden müssen, aus welchen Gründen bestimmte Gemeinden in die Mieterschutzverordnung aufgenommen wurden. (Az. 14 S 10058/17). Beides sei nicht erfolgt, die Mietpreisbremse sei also wegen formaler Fehler nicht gültig.

Bayern hatte überraschend schnell die Mietpreisbremse per Landesverordnung eingeführt, nachdem das entsprechende Bundesgesetz in Kraft getreten war. Seit August 2015 galt sie in 144 Städten und Gemeinden. 2016 wurde nachgebessert: Einige Kommunen wurden herausgestrichen, andere hinzugenommen, sodass die Mieter aktuell in 137 Orten von der Bremse profitieren müssten.

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30November

Gericht hält Mietpreisbremse in Bayern für unrechtmäßig

Die Mietpreisbremse in München und in ganz Bayern ist unrechtmäßig - zumindest, was die Vergangenheit betrifft. Zwar sprach die Mietrechts-Kammer des Landgerichts in einer Berufungsverhandlung am Mittwoch noch kein Urteil. Der Vorsitzende Richter Hubert Fleindl machte jedoch deutlich: "Auch wenn's für den Münchner Mietmarkt ein Debakel ist - wir werden keine Verordnung halten, die nicht dem Gesetz entspricht."

Geklagt hatten Bewohner der Erzgießereistraße in der Maxvorstadt: Sie wollten von ihrem Vermieter Auskunft über die Miete, die ihr Vorgänger in der 100 Quadratmeter großen Wohnung bezahlt hatte. So wollten sie überprüfen, ob die Mieterhöhung beim Mieterwechsel rechtens war. Der Vermieter aber weigerte sich, den Preis zu nennen; so klagten die Mieter.

Grundlage für die Klage war eine Gesetzesänderung aus dem Jahr 2015, eben die so genannte Mietpreisbremse: Sie legt Wohnungseigentümern strenge Zügel an, wenn sie Mieten erhöhen möchten. Voraussetzung dafür ist die Einstufung einer Kommune als eine mit einem "angespannten Wohnungsmarkt". Diese Einschätzung, so sieht es das Bundesgesetz vor, sollen die Länder per Verordnung vornehmen.

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14November

IVD: Jahre der Mietpreisexplosion sind vorbei

Vorneweg: Die Bestandsmieten steigen noch immer. In großen wie in kleinen Städten, für Wohnungen mit mittlerem und gutem Wohnwert. Anders als in den vergangenen Jahren ist es jedoch kein "spektakulärer" Anstieg mehr, wie Michael Schick sagt. Der Präsident des Immobilienverbands IVD stellte heute einen Wohnpreisspiegel vor.

Basis des Preisspiegels sind Daten aus dem zweiten und dritten Quartal dieses Jahres, die von mehr als 1.000 Sachverständigen, Verwaltern und Maklern für rund 370 Städte hierzulande geliefert wurden. Die Daten sind Schick zufolge Abschlussdaten, spiegeln demnach tatsächlich gezahlte Mieten wieder. Demnach gingen die Neuvertragsmieten für Bestandswohnungen mit gutem Wohnwert nach durchschnittlich 3,2 im Vorjahr nun um vergleichsweise moderate 2,4% nach oben. Bei einem mittlerem Wohnwert waren es 2,4% nach 3,4%.

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26Oktober

CDU will Mietpreisbremse offenbar auslaufen lassen

Bei den Konservativen hält man das Gesetz für gescheitert. Mit den Jamaika-Partnern will man sich offenbar auf ein Auslaufen der Bremse verständigen.

Die CDU will laut einem Zeitungsbericht von der Mietpreisbremse verabschieden. Ziel sei es, sich innerhalb einer möglichen Jamaika-Koalition auf ein Auslaufen der Mietpreisbremse im Jahr 2020 zu verständigen, berichten die Stuttgarter Nachrichten unter Berufung auf Unionskreise. "Ich gehe von einer stillen Beerdigung der Mietpreisbremse aus", sagte der Nürtinger CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Hennrich der Zeitung. Ein Vorstoß zur raschen Abschaffung sei aber unwahrscheinlich.

Die Mietpreisbremse soll helfen, sprunghafte Mieterhöhungen vor allem in Großstädten zu vermeiden. Dazu dürfen die Preise bei Wiedervermietungen in ausgewiesenen Gegenden nur noch maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Die Bundesländer legen fest, wo die Mietpreisbremse gilt.

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20Oktober

Vermieter können wieder leichter Steuern sparen

Vermieter bekommen dank eines Urteils des Bundesfinanzhofs (BFH) mehr Spielraum, mit Immobilienkrediten Steuern zu sparen.

Auch über fünf Prozent Auszahlungsabschlag (Disagio) sind demnach wieder steuerlich zulässig, wie das der WirtschaftsWoche vorliegende Urteil zeigt (IX R 38/14). Vermieter können den Abschlag direkt nach dem Kauf der Immobilie absetzen. „Sie können so schneller aus den Schulden kommen und viel Geld sparen“, sagt Heinrich Bockholt, stellvertretender Vorsitzender beim Bundesverband Finanz-Planer. Frühere Angaben des Bundesfinanzministeriums waren so ausgelegt worden, dass maximal fünf Prozent Disagio sofort berücksichtigt würden. Höhere Werte seien nicht marktüblich. Der BFH urteilte jedoch, dass mit einer Geschäftsbank geschlossene Kreditverträge in aller Regel marktüblich seien, auch bei höherem Disagio.

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19Oktober

Weniger Baugenehmigungen für Wohnungen

Von Januar bis August 2017 wurden insgesamt 15.400 Wohnungen weniger genehmigt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das ist ein Rückgang um 6,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Stark rückläufig waren die Genehmigungen für Wohnungen in Wohnheimen mit einem Minus von 36,5 Prozent. Gegen den Trend nahmen die Genehmigungen von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern zu – um 2,5 Prozent (2.700 Wohnungen).

Insgesamt wurde laut Destatis in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres der Bau von 229.900 Wohnungen genehmigt. Im Dreimonatsvergleich nahm die Zahl der genehmigten Wohnungen von Juni bis August 2017 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4,2 Prozent ab.

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