Neuigkeiten bei BRATEK und in der Immobilienwelt

22September

Die bescheidenen Vermieter

Wer Wohnungen von Privateigentümern mietet, zahlt weniger als im örtlichen Schnitt. Mieten erhöhen die Kleinvermieter zudem seltener als gewerbliche Anbieter. Eine Garantie für anhaltend niedrige Belastungen ist das jedoch nicht.

FrankfurtKai Warnecke möchte mit einem Vorurteil aufräumen. Und zwar jenem der gierigen Vermieter, die vom Wohnungsmangel in den Großstädten profitieren. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Haus und Grund, und somit der Chef-Lobbyist der privaten Vermieter in Deutschland, will dem gängigen Narrativ seine Sicht der Dinge gegenüberstellen. Die privaten Kleinvermieter verzichteten eher auf den ein oder anderen Euro, wenn stattdessen der Mieter länger in der Wohnung bleibt, sagt Warnecke.

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21September

Gericht hält Mietpreisbremse für verfassungswidrig

Bis zuletzt haben die Koalitionsparteien um die Mietpreisbremse gestritten. Insbesondere Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) wollte das Regelwerk verschärfen, die Union stemmte sich dagegen. Am Dienstagnachmittag, also fünf Tage vor der Bundestagswahl, hat das Landgericht (LG) Berlin nun überraschend mitgeteilt, die Mietpreisbremse sei verfassungswidrig. Nur wegen Besonderheiten des Falls hat es das Gesetz nicht in Karlsruhe vorgelegt.

In dem Fall wollte eine Mieterin angeblich überhöhte Miete zurückerhalten. Sie berief sich dazu auf die Mietpreisbremse, also das vor zwei Jahren eingeführte Verbot, bei der Neuvermietung mehr als 10 Prozent auf die ortsübliche Vergleichsmiete draufzuschlagen. Das LG Berlin beschloss nun, dass die Mietpreisbremse verfassungswidrig sei. Sie verstoße in mehrerlei Hinsicht gegen den Gleichheitsgrundsatz. So treffe die Regelung Vermieter in unterschiedlichen Städten ungleich. Die Bezugsgrößen in München und Berlin führten nämlich zu Unterschieden von 70 Prozent.

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11September

Kündigung wegen Eigenbedarf: So sollten Vermieter vorgehen

Vermieter können Mietverträge nur unter bestimmten Voraussetzungen kündigen – eine mögliche Variante ist die Kündigung wegen Eigenbedarf. Benötigt ein Vermieter eine Wohnung für sich selbst oder nahe Angehörige, hat er das Recht, dem Mieter die Kündigung auszusprechen – dabei müssen Vermieter jedoch einiges beachten.

Eigenbedarfskündigung: das Wichtigste in Kürze
- Eigenbedarf bedeutet: Der Vermieter benötigt die Wohnung für sich selbst, für Familienangehörige oder für Angehörige seines Haushalts.
- In der Eigenbedarfskündigung muss stehen, warum und für wen der Vermieter die Wohnung braucht.
- Die Kündigungsfrist hängt davon ab, wie lange der Mieter bereits in der Wohnung wohnt. Es sind mindestens 3 Monate.
- Wird ein Mietshaus in Eigentumswohnungen umgewandelt, dürfen Käufer ihrem Mieter erst nach frühestens 3 Jahren wegen Eigenbedarf kündigen.
- Stellt der Auszug eine besondere Härte für den Mieter dar, kann er Widerspruch gegen die Kündigung einlegen.
- Täuscht der Vermieter den Eigenbedarf nur vor, steht dem Mieter eventuell ein Schadensersatz zu.

Wenn Vermieter die eigene Wohnung nicht mehr vermieten, sondern selbst nutzen wollen, steht ihnen laut Gesetz das Recht zu, wegen Eigenbedarf zu kündigen. Doch auch die Grenzen, innerhalb derer eine solche Eigenbedarfskündigung möglich ist, sind gesetzlich klar geregelt. So darf der Vermieter die Mietwohnung nur für sich, seine Familienangehörigen oder Angehörige seines Haushalts beanspruchen. Nach aktueller Rechtsprechung zählen dazu etwa Kinder, Eltern, Enkel oder Großeltern. Aber auch außerhalb der Verwandtschaft gibt es Personen, für die die Mietwohnung wegen Eigenbedarf gekündigt werden kann – etwa Kinder des nichtehelichen Lebenspartners oder Pflegepersonal. „Der Vermieter muss auch darlegen, warum er die Wohnung wirklich benötigt – der Eigenbedarf darf also nicht vorgetäuscht werden“, betont Jens Hermann, Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht bei der Nürnberger Rechtsanwaltskanzlei Magold, Walter & Hermann.

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07September

Hauskauf wird für Familien immer schwerer

Junge Menschen mit Kindern können die steigenden Nebenkosten für eine Immobilie kaum mehr aufbringen. Immer weniger werden Eigentümer, der Staat könnte gegensteuern.

Niedrige Zinsen, ordentliche Einkommenssteigerungen und immer höhere Mieten: Selten scheint es sich mehr gelohnt zu haben, eine Eigentumswohnung oder ein Eigenheim zu kaufen. Zahlreiche Berechnungen zeigen, dass dies unter dem Strich günstiger wäre, als ein Leben lang zur Miete zu wohnen. Doch noch immer ist Deutschland ein Land der Mieterinnen und Mieter: Der Anteil derer, die Wohneigentum besitzen, ist mit 45 Prozent aller Haushalte vergleichsweise gering. Vor allem jüngere Generationen halten sich zurück, wenn es um den Erwerb einer Immobilie geht – die Eigentümerquote der 30- bis 40-Jährigen ist in den vergangenen Jahren gesunken, nicht gestiegen. Doch was spricht eigentlich dagegen, sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen?

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04September

Höher, teurer, luxuriöser: Der Trend zum Wohnen im Turm

Dank des Immobilienbooms erleben Wohnhochhäuser in Großstädten wie Frankfurt ein Comeback. Waren sie einst als Sozialbauten verschrien, ist heute Wohnen in luftiger Höhe mancherorts wieder angesagt.

Noch zeugen nur rote Eisengerippe davon, dass hier ein Riese in den Himmel wächst. Im Frankfurter Europaviertel zwischen Hauptbahnhof und Messe ragen die Kräne über der Baustelle des „Grand Towers“ in die Höhe, ein stetes Hämmern und Klopfen übertönt den Autoverkehr. Wo erst wenige Stockwerke im Rohbau fertig sind, entsteht mit 172 Metern nach Angaben des Immobilienspezialisten JLL der höchste Wohnturm Deutschlands.

Das Projekt ist nur ein Beispiel für einen neuen Wohntrend in deutschen Großstädten: Bis 2022 sollen hierzulande 97 Türme mit 18 400 Wohnungen gebaut werden, wie Zahlen des Immobilienspezialisten Bulwiengesa zeigen. Davon entfallen alleine 27 auf Berlin und 24 auf Frankfurt. Es folgen mit Abstand München (17) und Düsseldorf (12). In einigen Türmen werden auch Teile der Fläche für Geschäfte und Hotels vermietet. Bei manchen Projekten fehlt noch die Bewilligung.

Früher hatten Wohnhochhäuser einen schlechten Ruf: Sie standen für Plattenbauten und soziale Brennpunkte am Stadtrand. „Noch vor ein paar Jahren wäre niemand auf die Idee gekommen, Wohntürme zu bauen“, sagt Günter Vornholz, Professor für Immobilienökonomie an der EBZ Business School in Bochum. Anders als in amerikanischen Metropolen, wo Wolkenkratzer schon zum Ende des 19. Jahrhunderts Einzug erhielten, sind sie in Deutschland noch eine seltene Erscheinung.

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01September

Mietpreisexplosion in den Metropolkernen

In den so genannten "Metropolkernen" haben die Mieten zwischen 2014 und 2016 jährlich um 5,1 Prozent zugelegt. Im vergangenen Jahr betrug die Nettokaltmiete hier 9,71 Euro im Schnitt. Selbst in den Universitätsstädten stiegen die Mieten in diesem Zeitraum nur um 3,5 Prozent, in den kreisfreien Großstädten um 3,7 Prozent. Das sind Ergebnisse des Wohngeld- und Mietenberichts 2016 der Bundesregierung.

Ein Grund für die massiven Preissteigerungen in den Metropolkernen sind der Regierung zufolge die Zuzüge in die großen Städte, deren Attraktivität vor allem junge Menschen schätzen: Bei den 18- bis unter 25-Jährigen gab es im Schnitt einen Binnenwanderungssaldo von 41,5 Personen je 1.000 Einwohner im Jahr 2014. Alleine für Frankfurt am Main rechnen die Statistiker bis zum Jahr 2030 mit einem Anstieg der Bevölkerung von derzeit 715.000 auf 810.000 Einwohner.

Dem Bericht der Bundesregierung zufolge lag im Jahr 2016 die durchschnittliche Nettokaltmiete für Erst- und Wiedervermietungen in Deutschland insgesamt bei 7,65 Euro pro Quadratmeter. In den alten Bundesländern waren es 8,03 Euro pro Quadratmeter, im Osten 6,64 Euro. Die Bestandsmieten entwickelten sich dabei weniger dynamisch: Die Nettokaltmiete lag 2016 im bundesweiten Schnitt bei 5,75 Euro pro Quadratmeter, 2015 waren es 5,69 Euro pro Quadratmeter.

Rasant gestiegen sind auch die Mietpreise für Studentenwohnungen, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und der Deutschen Real Estate Funds (DREF) in Kooperation mit ImmobilienScout24 sowie eine Analyse von Empirica zeigen. Grund: Es werde zu wenig und falsch gebaut.

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31August

Bundesbank: Keine Immobilienblase – aber Wachsamkeit gefragt

Die anhaltend niedrigen Zinsen sind nach wie vor Thema für die Akteure am deutschen Wohnungsmarkt. Vor allem die Immobilienfinanzierer werden an ihrer Profitabilität arbeiten müssen, wie eine Umfrage der Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) zeigt. Die Gefahr einer Immobilienblase sehen die Institute derzeit nicht, "wohl aber lautet das Gebot, wachsam zu sein", sagt Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret.

Eine Preisblase am deutschen Wohnungsmarkt erkennt auch die Deutsche Hypo aktuell nicht. Das Institut erklärt den Trend weiter steigender Immobilienpreise mit fundamentalen Faktoren und dem knappen Angebot aufgrund mangelnder Fertigstellungen. Und ebenfalls das Beratungsunternehmen F+B sieht die Situation differenziert. Empirica zufolge ist die Gefahr einer Immobilienblase in 13 Kreisen höher als im Vorquartal.

Das Niedrigzinsumfeld ist der Bundesbank und Bafin zufolge eine nachhaltige Herausforderung vor allem für kleine und mittelgroße Kreditinstitute in Deutschland. Die Institute seien "tendenziell bereit sind, höhere Risiken einzugehen", so Dombret weiter. Die Immobilienkredite haben laut Bundesbank in den Bankbilanzen zugenommen – sowohl das Gesamtvolumen als auch die Kreditgröße seien gestiegen. Grund sei die große Nachfrage nach Finanzierungen wegen der niedrigen Zinsen.

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30August

Wie die Parteien den Wohnungsbau fördern wollen

Alle Parteien setzen sich für den Neubau von Wohnungen ein. Große Unterschiede bestehen aber im vorgeschlagenen Weg dorthin. Umstritten ist auch die Zukunft der Mietpreisbremse. Die Positionen im Vergleich.

Die Union verspricht ein neues Baukindergeld, die SPD setzt auf ein Familienbaugeld, die AfD zinslose Darlehen und den Erlass der Grunderwerbsteuer. Ziel ist es in allen Fällen, Familien den Kauf des Eigenheims zu erleichtern. Die Linke setzt am stärksten auf den Bau neuer Sozialwohnungen, aber auch die Grünen versprechen eine Million neuer Wohnungen mit Sozialbindung, um bezahlbares Wohnen zu ermöglichen. Mehrere Parteien wollen das Wohngeld anders gestalten als bisher. Die FDP will es so reformieren, dass alle Mieter zahlungsfähig sind. Im Gegenzug soll der Anspruch auf eine Sozialwohnung stark eingeschränkt werden.

CDU/CSU

CDU und CSU versprechen, in der neuen Wahlperiode nichts zu beschließen, was den Neubau von Wohnraum verteuern könnte. Der Neubau von Mietwohnungen soll steuerlich gefördert werden. Ziel ist der Neubau von 1,5 Millionen Wohnungen zwischen 2017 und 2021. Familien mit Kindern sollen von einem neuen Baukindergeld profitieren. Es soll bei 1200 Euro pro Kind und Jahr liegen und für zehn Jahre gezahlt werden. Wer zum ersten Mal eine Wohnimmobilie zur eigenen Nutzung kauft, würde demnach durch neue Freibeträge für Erwachsene und Kinder bei der Grunderwerbsteuer entlastet werden. Die Union kündigt auch eine Reform des Wohngeldsystems an, ohne dies im Detail auszuführen.

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23August

Zahl der Baugenehmigungen bricht ein

Die Nachfrage am deutschen Wohnungsmarkt ist ungebrochen groß. Die Preise steigen. Immobilienexperten fordern unentwegt einen stärkeren Wohnungsbau. Doch die Zahl bei den Baugenehmigungen sinkt statt zu steigen.

FrankfurtIn Deutschland ist die Zahl der Baugenehmigungen im ersten Halbjahr eingebrochen. Insgesamt wurde der Bau von 169.500 Wohnungen genehmigt – 7,3 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Der Trend zeichnete sich bereits in den ersten drei Monaten des Jahres ab und setzt sich nun fort.

Immobilienexperten reagieren alarmiert. Seit 2008 ist die Zahl der Baugenehmigungen kontinuierlich gestiegen. Im Gesamtjahr 2016 waren es sogar 22 Prozent mehr als im Vorjahr – doch nach Ansicht der Experten sind 375.388 immer noch nicht genug.

Seit Jahren wird von der Branche wie von Forschungsinstituten mehr Wohnungsbau gefordert, um den Wohnungsmangel zu lindern. Ein größeres Angebot würde auch den Preisanstieg mäßigen. Allen voran in den besonders gefragten Groß- und Schwarmstädten, also jenen urbanen Zentren, in die immer mehr Menschen ziehen, sind die Immobilienpreise in den vergangen Jahren unablässig gestiegen. In Städten wie München oder Berlin haben sie sich seit 2007 mehr als verdoppelt. Zu den Städten mit hohen Preissteigerungen zählen neben den größten Metropolen aber auch Städte wie Leipzig, Heidelberg oder Regensburg.

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17August

Merkel erklärt Mietpreisbremse für gescheitert

Bundeskanzlerin Merkel hat die Mietpreisbremse für gescheitert erklärt. Sie habe die Wohnungsknappheit nicht beseitigt. Das Problem liege vielmehr am fehlenden Tempo bei den Planungsvorgängen – auch beim Straßenbau.

Die Mietpreisbremse hat nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Wirkung verfehlt. „Wohnungsknappheit wird am besten dadurch beantwortet, dass ich neue Wohnungen baue“, sagte die Parteichefin am Mittwoch auf einer CDU-Wahlveranstaltung in Koblenz. „Die Mietbremse haben wir gemacht, okay. Aber es hat sich auch gezeigt, dass sie das Problem nicht löst.“

Die große Koalition führte die Mietpreisbremse 2015 ein, um den Anstieg vor allem in Ballungsgebieten zu bremsen. Die CDU lehnte zuletzt im Mai eine von Justizminister Heiko Maas (SPD) geforderte Verschärfung ab.

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15August

Die Zukunft der Mietpreisbremse

Die CDU lehnt eine Verschärfung der Mietpreisbremse ab. Generell hält sie allerdings die Begrenzung der Mieten in angespannten Wohnungsmärkten für das richtige Instrument, um einen kurzfristigen Anstieg der Mieten zu dämpfen.

Die FDP setzt sich für die Abschaffung der Mietpreisbremse ein, da insbesondere Privatpersonen vor Investitionen in mehr Wohnraum abgeschreckt würden.

SPD hält an Mietpreisbremse fest

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11August

Bearbeitungsgebühren bei Unternehmerkrediten gekippt

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat Urteile gefällt, die bei Unternehmern einen Ansturm auf die Banken auslösen dürfte, um die zu Unrecht gezahlten Bearbeitungsgebühren in Kreditverträgen zurückfordern.

Mit den Urteilen vom 04.07.2017, Az. XI ZR 562/15 und XI ZR 233/16 hat der Bundesgerichtshof nun auch zu Gunsten von Geschäftskunden, Unternehmern, Gewerbetreibenden und Selbständigen, entschieden, dass ein von der Bank vorformuliertes laufzeitunabhängiges Bearbeitungsentgelt in Darlehensverträgen unwirksam ist. Darlehensnehmer haben damit generell Anspruch auf Rückzahlung von Bearbeitungsgebühren.

Der BGH knüpft mit seinen beiden aktuellen Entscheidungen an seine Rechtsprechung aus dem Jahr 2014 an. Die damalige Entscheidung betraf die Unzulässigkeit von laufzeitunabhängigen Bearbeitungsentgelten für Verbraucher, – in Folge konnten Verbraucher/Privatpersonen das von ihnen bei Abschluss eines Verbraucherdarlehensvertrages geleistete Bearbeitungsentgelt vom Kreditinstitut zurückfordern.

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