Bratek Immobilien

Di, 15.01.2019
Preise für Neubauten steigen so stark wie seit elf Jahren nicht mehr

Die Kosten für Bauherren steigen immer weiter – sehr zur Freude der Baufirmen. Ihre Umsätze stiegen im vergangenen Jahr um bis zu 20 Prozent.

Der Wohnraum in deutschen Großstädten ist gefragt – darum errichten Investoren und Privatleute immer mehr Wohnhäuser. Die starke Nachfrage nach Diensten von Bauunternehmen treibt jedoch die Preise in die Höhe: Für den Neubau von Wohngebäuden lagen sie im November um 4,8 Prozent höher als im November 2017, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das war der stärkste Anstieg im Vorjahresvergleich seit November 2007. Damals betrug der Anstieg 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Bereits in der vorherigen Erhebung vom August hatten die Baupreise kräftig angezogen – um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Von August 2018 bis November stiegen die Preise dann nochmals um 0,8 Prozent.

Deutlich teurer als ein Jahr zuvor waren im November vor allem Rohbauarbeiten an Wohngebäuden. Hier stiegen die Preise um 5,7 Prozent. Den größten Anteil am Rohbau haben Beton- und Mauerarbeiten, die sich um 6,1 Prozent beziehungsweise 5,7 Prozent verteuerten. Die Preise für Erdarbeiten stiegen um 7,6 Prozent, Zimmer- und Holzbauarbeiten waren um 4,6 Prozent teurer, und Dachdeckerarbeiten kosteten 4,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Baugewerbe profitiert von Bauboom
Die Preise für die Instandhaltung von Wohngebäuden verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent. Die Neubaupreise für Bürogebäude stiegen um 4,7 Prozent. Im Straßenbau erhöhten sich die Preise binnen Jahresfrist um 7,1 Prozent.

Unter anderem infolge des Preisanstiegs legte auch der Umsatz der Bauunternehmen zu: Im Oktober waren die Umsätze im Bauhauptgewerbe um 16,8 Prozent höher als im Oktober 2017. Noch höher war die Zuwachsrate zuletzt im Januar gewesen mit einem Plus von 21,2 Prozent.

Alle Wirtschaftszweige des Bauhauptgewerbes profitieren derzeit von der guten Konjunktur: Im Tiefbau waren die Umsätze im Oktober um 21,2 Prozent und im Hochbau um 12,4 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Gestiegen sind auch die Umsätze beim Bau von Straßen und Bahnstrecken um 23,6 Prozent sowie beim Leitungstiefbau und Kläranlagenbau um 23,4 Prozent.

Quelle: SPIEGEL ONLINE