Bratek Immobilien

Di, 07.09.2021
Anstieg der Wohnimmobilienpreise nicht zu stoppen

Trotz Pandemie: Die Preise für Wohnimmobilien kennen weiter nur eine Richtung – nämlich nach oben. Der vdp-Immobilienpreisindex erreicht im zweiten Quartal 2021 mit 188,5 Punkten einen neuen Höchstwert.

Die Preise für Wohn- und Gewerbeimmobilien in Deutschland in Summe haben im zweiten Quartal 2021 verglichen mit den Zahlen aus dem zweiten Quartal 2020 um acht Prozent zugelegt, erklärte der Verband der deutschen Pfandbriefbanken (vdp). Verantwortlich für den Anstieg sind Wohnimmobilien mit einem Plus von 10,7 Prozent, während die Preise für Gewerbeimmobilien (Einzelhandel und Büro) noch einmal leicht um 1,1 Prozent zurückgegangen sind.

Der aktuelle vdp-Immobilienpreisindex hat seinen bisherigen Höchststand aus dem ersten Quartal 2021 (175,3 Punkte) noch einmal getoppt mit einem neuen Rekordwert von nun 188,5 Punkten (Basisjahr 2010 = 100 Punkte). Ausgewertet wurden die Daten von Immobiliendeals von mehr als 700 Kreditinstituten.

Covid-19-Pandemie beeinflusst den Immobilienmarkt

„Wohnimmobilien erfahren eine konstant starke Nachfrage, mit der das Angebot nicht mithalten kann“ begründet vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt die Preisentwicklung. Seit Beginn der Covid-19-Pandemie wünschten sich immer mehr Menschen Wohneigentum. Verschärfend komme hinzu, dass sich wegen der Niedrigzinsen zunehmend auch Investoren auf Wohnimmobilien fokussierten.

Bei den Gewerbeimmobilienpreisen beobachten die Pfandbriefbanken im Vorjahresvergleich einen leichten Rückgang, im Vergleich der ersten beiden Quartale 2021 allerdings nur noch eine Seitwärtsbewegung. Die zunehmende Ausdifferenzierung in der Preisentwicklung der Assetklassen hat sich demnach vor allem bei den Einzelhandelsimmobilien schon vor der Coronakrise abgezeichnet. Auch im Vergleich der zweiten Quartale 2021 und 2020 gingen in diesem Segment die Preise am deutlichsten zurück: Um 2,6 Prozent. „Hier wirkt die Pandemie als zusätzlicher Beschleuniger“, so Tolckmitt. In Relation zum ersten Quartal 2021 hat sich der Trend zu nachlassenden Preisen aber leicht abgeschwächt mit einem Minus von 0,8 Prozent.

Die Preise für Büroimmobilien ließen noch minimal um 0,4 Prozent nach. Im Vergleich zum ersten Quartal 2021 stiegen sie wiederum wieder leicht um 0,5 Prozent.

Größter Preisanstieg bei Eigentumswohnungen

Zum Preiswachstum bei den Wohnimmobilien trugen im zweiten Quartal 2021 laut vdp Mehrfamilienhäuser mit einem Plus von 10,5 Prozent etwas weniger bei als selbst genutztes Wohneigentum (plus 10,9 Prozent). Hier wiederum verteuerten sich Eigentumswohnungen am stärksten mit einem Anstieg von 12,9 Prozent. Die Preise für Eigenheime legten um 10,4 Prozent zu.

In den größten sieben Städten Deutschlands (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München, Stuttgart) stiegen die Wohnimmobilienpreise im analysierten Zeitraum durchschnittlich um 7,5 Prozent bei den Wohnimmobilien. Mit einem Plus von 8,3 Prozent wies Köln die höchste Steigerung der Top-7-Städte auf und lag damit vor Hamburg (8,1 Prozent), Düsseldorf und München (jeweils 7,5 Prozent).

Quelle: Haufe Online Redaktion